PASF (Phillip Alexander Securities Futures Ltd.)
Bis Ende 1997 warb die in London ansässige PASF durch zahlreiche deutsche Agenturen um Kunden für Börsengeschäfte. Die Schätzungen liegen bei etwa 20.000 Kunden mit einem Schaden über einer halben Milliarde Mark.
Die PASF war zwar ein an der Börse zugelassenes, also lizenziertes Brokerhaus, die Kundenguthaben wurden jedoch massiv "geschröpft" (Churning). Durch die Berechnung exzessiver Kommissionen bei der Durchführung eines Handels ohne Sinn und Verstand wurden die Kundenguthaben der Anleger systematisch in eigene Einnahmen der PASF umgewandelt. Die Kunden hatten praktisch keine Gewinnchance. Uns ist auch kein Kunde bekannt, der sein Geld zurückerhalten, geschweige denn einen Gewinn erzielt hätte. In London ist ein Konkursverfahren über das Vermögen der PASF anhängig. Der staatliche Entschädigungsfonds in London (ICS, in den Prospekten der PASF fälschlich als "Versicherung" bezeichnet) hat die Ansprüche der Anleger auf Entschädigung zurückgewiesen. Nun wurde bekannt, dass der hauptverantwortliche Inhaber der Firma PASF Anfang Dezember 2000 vom Landgericht Mönchengladbach zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.
Die Konkursverwalter in London beschränken ihre Tätigkeit offenbar darauf, das vorhandene Vermögen in Gebühren umzuwandeln. Seitens der Konkursverwalter ist keinerlei sinnvolle Tätigkeit erkennbar. Anstatt das vorhandene Vermögen an die Geschädigten auszubezahlen, wird das Konkursverfahren ständig verlängert, was wieder enorme Gebühren für die Konkursverwalter zur Folge hat. Derzeit erhalten die Anleger nochmals Formulare zur Anmeldung der Konkursforderung, obwohl die Forderungen schon lange angemeldet wurden.